Montag, 9. Juni 2008

London Open Garden Squares Weekend, 8. Juni 2008

Kaum erholt von Party und Konzert, quälte ich mich am Sonntag um 8 aus dem Bett um um 9 das Haus zu verlassen um mit dem Fahrrad einige der Gärten die beim diesjährigen London Open Garden Squares Weekend dabei waren zu besuchen. Über 150 Gärten von winizg bis parkartig waren in und um London zu sehen – ich hatte mir einige davon in SW London herausgepickt, die gut nacheinander zu erreichen sind.
Es war schon morgens warm und sonnig und blieb auch den ganzen Tag so, also super für meine Radtour.
Die meisten der teilnehmenden Gärten sind privat, z.B. nur für Anwohner zugänglich – mal direkt von den Gebäuden aus, mal nur getrennt durch eine Wohnstrasse - und oft weiss man gar nicht dass es sie gibt, da sie von hohen Hecken umgeben sind (wer kennt nicht die Szene aus „Notting Hill“, als Hugh Grant und Julia Roberts nachts über die Hecke in einen solchen Privatgarten klettern – whoopsy-daisies!).
Die meisten Gärten waren von 10-5 auf, aber die berühmten Kensington Roof Gardens nur von 8.30 bis 11 – daher der frühe Start. Es wurde dann 9.30 bis ich samt Fahrrad in der Tube sass und, da es nicht so voll wurde, und um Zeit zu sparen, blieb ich bis High Street Kensington sitzen – dort sind die Roofgardens und es wartete schon eine kleine Schlage auf mich um kurz nach 10. Zum Glück ging es relativ schnell voran. Im 6. Stock auf dem Dach des Gebäudes befinden sich die Gärten im marrokanischen und Tudor Stil – die anderern Gartenteile konnte man nicht sehen oder ich hab den Weg zu den Flamingos und Woodland nicht gefunden.... Von hohen Mauern umgeben vergisst man fast, dass man auf einem Gebäude ist. Selbiges bzw die Gärten mit dazugehörendem Restaurant und Members-Club, gehoren schon seit Ende der 80er Jahre Multimilionär (Milliardär?) Richard Branson, und unauffällig flatterte auch eine rote Vrirgin Fahne im Wind...
Nachdem der erste Stopp abgehakt war konnte es entspannt weitergehen und gemütlich radelte ich zum nächsten Garten auf der Liste - Edwardes Gardens. Dort blieb ich eine Weile da der Garten recht gross und sehr schön war. Gleich in der Nähe schute ich noch bei einem sehr kleinen Garten vorbei, Sunningdale Gardens, der im Innenhof zwischen 6 Gebäuden liegt und von den Anwohnern gepflegt bin. Nach einem kurzen Abstecher zu Simone die in der Nähe wohnt, ging es zu den Courtfield Gardens East und West – zwei kleine ruhige Oasen, eine angrenzend an eine Kirche die andere ein Stück die Strasse runter - und wiederum von aussen nur zu erahnen. Etwas weiter lag dann noch Hereford Square. Nicht gross aber mit echt ordentlichem englischen Rasen, wo ich mich hier ein bisschen in die Sonne legte und die restliche Route plante. Da ich am Vorabend meine Sonnenbrille bei James vergessen hatte machte ich mit Steffi aus mich kurz in South Kensington, wo ich eh vorbeikommen würde, zu treffen. Vorher stand noch der Ennismore Gardens auf dem Programm wo ich auch etwas picknickte. Mit uralten riesigen Bäumen und an 4 Seiten von mehrstöckigen Wohngebäuden umgeben, kam kontinetales Feeling auf. Aus einer der umliegenden Wohnung hörte man einen Geiger – I am in Paris! Or Madrid... Aber ich musste ja weiter und nachdem ich Steffi vorm Natural History Museum getroffen hatte ging es zum letzten Teil meiner Gartenreise – „Chelseas best small garden square 2007“ am Markham Square. Klein aber fein hatte er farbenfrohe Blumenmeere und supergepflegten Rasen zu bieten. Schnell noch „Wasser nachfüllen“ in der Kings Road und dann zum letzten Garten - nach den vielen viktorianischen Gärten nun mal ein modernes 60er Jahre Estate, Lillington Gardens Estate, was viele verschiedenartige kleine Garten, Innenhöfe und Pflanzbete versprach, ebenfalls von den Bewohnern angelegt und gepflegt. Nachdem mich eine solche Bewohnerin ansprach – do you like the gardens? Have you seen my flat yet?! You have to come inside and see my living room! – sah ich das als mein Stichwort. Inzwischen war es auch schon 4 uhr und ich schaffte es gerade noch über Vauxhall Bridge nach Vauxhall um mich und mein Rad in den Zug zurück nach Wimbledon zu setzen. Total fertig! Wieder daheim musste ich mich erstmal hinlegen ;-) Eigentlich hatte ich vor, am Abend in Central London mit ein paar Leuten das EM Spiel Deutschland:Polen zu gucken aber ich war echt kaputt, guckte es also stattdessen zu hause und bestellte Pizza. Sorry Katja - gewonnen haben wir ja trotzdem ;-)

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